informationen-zum-familienrecht-ehepartner-im-ausland 2017-05-19T12:24:34+00:00

Ehepartner im Ausland

Befindet sich im Falle einer Scheidung ein oder beide Ehepartner im Ausland, müssen bei der Zuständigkeit deutscher Gerichte grundsätzlich beide Ehegatten persönlich zum Scheidungstermin in Deutschland erscheinen. Wenn sich einer der Ehegatten oder beide Ehegatten im Ausland befinden, werden diese aus Kostengründen häufig nicht für den Scheidungstermin in die BRD einreisen wollen. In diesen Fällen kann das zuständige deutsche Amtsgericht darum gebeten werden, dass der Ehepartner vor der Deutschen Botschaft des ausländischen Staates, in dem er sich aufhält, angehört wird. Wer sich z. B. in China aufhält, kann dann in der Regel vor der deutschen Botschaft in Peking zur Scheidung angehört werden. Eine Niederschrift über die erfolgte Anhörung wird dann zum Gericht nach Deutschland geschickt. Dort erfolgt die Scheidung in Abwesenheit des Ehepartners, der sich dauerhaft im Ausland aufhält.

Scheidung aus dem europäischen Ausland

Einige Gerichte ermöglichen es den im europäischen Nachbarausland aufhältigen Ehepartnern, die für eine Scheidung notwendige persönliche Anhörung vor einem grenznahen Amtsgericht durchzuführen, welches dann von dem ursprünglichen für das Scheidungsverfahren zuständigen Amtsgericht im Wege der Amtshilfe um die Anhörung des Ehepartners gebeten wird. Dieses Verfahren verzögert zwar den Lauf des Scheidungsverfahrens, da die Gerichtsakte zur Anhörung an das grenznahe Gericht übersandt werden muss, erspart es dem Ehegatten aber möglicherweise für seine persönliche Anhörung quer durch Deutschland zu reisen, was mit erheblichen Kosten verbunden sein kann. Würde z. B. das Scheidungsverfahren vor dem Amtsgericht München anhängig sein und einer der Ehegatten in Dänemark leben, so könnte angeregt werden, dass die Anhörung des in Dänemark aufhältigen Ehepartners beispielsweise vor dem Amtsgericht Flensburg durchgeführt wird.

Im Einzelfall haben es deutsche Gerichte bei einer Scheidung aus dem Ausland für ausreichend erachtet, wenn der im Ausland aufhältige Ehegatte, sei es der anwaltlich vertretene oder der nicht anwaltlich vertretene Ehegatte, eine schriftliche Erklärung zur Gerichtsakte übersendet, aus der Zeitpunkt und Umstände der Trennung sowie der Scheidungswille klar ersichtlich sind.

Zustellung gerichtlicher Post bei einer Scheidung aus dem Ausland

Im Scheidungsverfahren muss die gerichtliche Post dem Ehegatten zugestellt werden. Wenn sich ein Ehegatte im Ausland aufhält und dieser Ehegatte ausländischer Staatsbürger ist, wird häufig vom Gericht angeordnet, dass sämtliche gerichtliche Post in die ausländische Sprache übersetzt werden muss. In diesen Fällen verzögert sich das Scheidungsverfahren ganz erheblich. Das Scheidungsverfahren kann in diesen Fällen mehrere Jahre dauern.

Das Scheidungsverfahren kann in diesen Fällen wesentlich verkürzt werden, wenn der im Ausland lebende Ehepartner eine Person in Deutschland benennt, die für ihn die gerichtliche Post entgegennehmen darf (sog. Postzustellungsbevollmächtigter). Der Postzustellungsbevollmächtigte erhält die gerichtliche Post und ist verpflichtet, diese an den im Ausland lebenden Ehegatten weiter zu leiten. Die Benennung eines Postzustellungsbevollmächtigten in der BRD verkürzt das Scheidungsverfahren ganz erheblich. Postzustellungsbevollmächtigter kann jede Person sein, die in der BRD lebt. Ausgeschlossen ist allerdings, den anderen Ehepartner oder dessen Rechtsanwalt als Postzustellungsbevollmächtigten zu benennen.

Nähere Informationen zum Thema „Scheidung aus dem Ausland“ erhalten Sie über einen unserer Rechtsanwälte in unserer Kanzlei.

scheidungsauftrag

Kostenlos
Scheidungsauftrag
ausfüllen

Nehmen Sie sich 15 Zeit und füllen Sie kostenlos das Scheidungsantragsformular aus. Anschließend senden Sie uns den Scheidungsantrag via lnternet, Telefax oder per Post zu. Beim Absenden des Formular’s senden wir Ihnen unverbindlich und kostenfrei die Unterlagen zu. Sie gehen dadurch keinerlei Verpflichtungen ein und entscheiden erst dann, ob Sie uns beauftragen wollen. Wir unterliegen nach § 43a Abs. 2 BRAO der anwaltlichen Schweigepflicht, Vertrauen Sie auf unsere Diskretion.

voranschlag

Kostenlos
Kostenvoranschlag
anfordern

Sie sind sich unsicher und wollen sich vorerst einen genauen Überblick über die entstehenden Kosten verschaffen. Kein Problem, füllen sie kostenlos und unverbindlich den Kostenvoranschlag-Formular aus. Nach Absenden des Formular’s senden wir Ihnen unverbindlich und kostenfrei die Unterlagen zu. Sie gehen dadurch keinerlei Verpflichtungen ein und entscheiden erst dann, ob Sie uns beauftragen wollen. Wir unterliegen nach § 43a Abs. 2 BRAO der anwaltlichen Schweigepflicht, Vertauen Sie auf unsere Diskretion.

BEI FRAGEN UND ANREGUNGEN 

Kontaktieren Sie uns!